Bevor man für sein Unternehmen ein Logo gestalten oder gestalten lassen möchte, sollte man vorab einige Fragen klären, damit das spätere Ergebnis nicht nur gut aussieht, sondern zweckmäßig und nützlich ist. Denn ein Logo ist nicht nur einfach irgendein Icon mit Schrift, sondern verkörpert vielmehr die Essenz von allem, was hinter Ihrem Unternehmen, Ihrer Dienstleistung oder Ihrem Produkt steht, sowohl auf sachlicher, als auf emotionaler Ebene. Ein Logo ist für ein Unternehmen fast so wichtig, wie für einen Menschen das Gesicht. Ohne das Unternehmen / den Menschen genauer zu kennen, lassen sich Persönlichkeit und bestimmte Charakterzüge erkennen und man entscheidet unterbewusst, ob man das Unternehmen / den Menschen sympathisch findet und ihm sein Vetrauen schenkt – oder auch nicht.

Im Folgenden finden Sie einen kurzen Leitfaden, der es Ihnen oder einem Designer hilft, ein passendes Logo zu gestalten.

 

Fakten zum Unternehmen für gutes Logodesign

Beschreiben Sie in wenigen Worten Ihr Unternehmen und Ihr Produkt, bzw. Ihre Dienstleistung. Was genau produzieren Sie in Ihrem Unternehmen, bzw. wem bieten Sie welche Dienstleistung an? Wichtig für das Design eines Logos wäre auch zu wissen, wie lange es Ihr Unternehmen schon gibt: ist es ein Unternehmen mit langer Tradition und Erfahrung, oder ein junges, dynamisches Startup? Auch der Firmensitz könnte für den Gestalter während des Logodesigns relevant sein, falls es außergewöhnliche landschaftliche Merkmale oder Gebäude in der Umgebung gibt, mit der man das Unternehmen verbinden könnte.

Hier einige gegensätzliche Attribute zur Charakteriserungs Ihres Unternehmens, welche bei der Logogestaltung helfen können. Ist ihr Unternehmen:

  • innovativ oder konservativ?
  • jung oder erfahren?
  • emotional ode rational?
  • persönlich oder sachlich?
  • Generalist oder Spezialist?
  • hochpreisig oder preiswert?

Wichtig ist natürlich auch, in welcher Branche das Unternhemen angesiedelt ist, um im Vorfeld eine Analyse der Mitbewerber vornehmen zu können. Interessant für Sie selbst, aber auch für das Logodesign ist die Frage, welche Person Ihr Unternehmen wäre, wenn Sie ein Mensch wäre. Diese Beschreibung kann dem jeweiligen Designer einen sehr guten Anhaltspunkt für die Visualisierung des Logos geben.

 

wichtig für das Logodesign: Frage zum Produkt / der Dienstleistung

Hier ist es für die Gestaltung eines Logos wichtig zu wissen, welchen rationalen und emotionalen Nutzen das Produkt/die Dienstleistung für den Kunden besitzt. Am Beispiel von bekannten Marken wie Apple und dem iPhone würde dies bedeuten: der rationale Nutzen für den Kunden ist die Tatsache, dass es ein stabiles, schnelles und hochwertiges Smartphone auf dem neusten Stand der Technik besitzt.

Die emotionale Ebene bei diesem Beispiel ist weitaus komplexer als die rationale Betrachtungsweise. Der Kunde erwirbt beim Kauf eines iPhones nicht nur ein hochwertiges und funktionales Telefon – er kauft (ähnlich wie bei einem Auto) ein Statussymbol, über das er sich selbst definieren und anderen gegenüber zum Ausdruck bringen kann, ohne in direkter Kommunikation zu stehen. Man „upgraded“ sich praktisch selbst mit dem Kauf eines Apple-Produktes.

Weiterhin wichtig für das Logodesign ist natürlich auch das Wissen, ob das Produkt / die Dienstleistung im besten Fall ein Alleinstellungsmerkmal hat, welches es von allen Konkurrenzprodukten unterscheidet. In solch einem Fall empfiehlt es sich, diese Eigenschaft im Logo wiederzuspiegeln oder zumindest anzudeuten.

 

Das Logodesign muss sich an der Zielgruppe orientieren

Eine der wichtigsten Fragen beim Logodesign ist die nach der Zielgruppe.  Richtet sich das Logo direkt an Endverbraucher und muss eine Geschichte praktisch „von Anfang an erzählt werden“, oder ist die Zielgruppe im B-to-B Bereich und hat bereits spezielle Vorkenntnisse, die im Logo auftauchen könnten? Auch die Frage, ob vorwiegend Neukunden oder Bestandskunden angesprochen werden sollen, ist für die spätere Logogestaltung entscheident.

Weiterhin wichtig sind natürlich essentielle Fakten wie das Geschlecht und das Alter der Zielgruppe. Mit diesem Wissen lässt sich ein Logo in eine sehr spezielle Richtung gestalten.

In manchen Fällen lassen sich auch spezielle Interessen der Zielgruppe definieren. Kann man z.B. dem Käufer eines Kugelschreibers nur schwer eine bestimmte Interesse oder ein Hobby zuordnen, so ist das Interessengebiet beim Käufer eines Rasenmähers schon eher klar: Garten.

 

Für welche Medien sollte das Logo optimiert werden?

Ein wichtiger technischer Aspekt bei der Erstellung eines Logos ist, dass ein Logo heute in sehr unterschiedlichen Medien einsetzbar sein muss. Es sollte auf jeden Fall vorab geklärt werden, welche Verwendung primär zum Einsatz kommt, und das Logodesign dahingehend zu optimieren. Mögliche Medien wären:

  • Vierfarbiger Druck auf Flyer, Broschüren usw.
  • Schwarz-Weiß (z.B. Fax oder Stempel)
  • Druck mit Sonderfarben (z.B. Gold oder Neonfarben)
  • XXL-Drucke (z.B. Messewand)
  • XXS-Drucke (z.B. Kugelschreiber und andere Giveaways)
  • Tendenziell eher quer- oder hochformatige Medien?

 

Wettbewerbsanalyse für gutes Logodesign

Auch wenn dieser Punkt in diesem Blogbeitrag an letzter Stelle gelistet ist, sollte er jedem Logo-Gestaltungsprozess voranstehen: die Wettbewerbsanalyse.

  • Wie sehen die Logos der Mitbewerber aus?
  • Welche Farben werden verwendet?
  • Welche Icons oder Bildwelten tauchen in den Logos auf
  • Welche Namen sind schon vergeben?

Die Wettbewerbsanalyse dient dazu, am Ende ein eigentändiges und einzigartiges Logo vorzuweisen, welches sich im besten Fall von allen Mitbewerbern positiv absetzt, oder sich (je nach Kundenwunsch) perfekt einreihen kann.

 

Das Logodesign Portfolio von merklich(t)