merklich(t) Design und Konzeption https://merklicht.de Design, Konzeption, Fotografie, Animation und 3D Thu, 16 Jan 2020 15:25:46 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3.2 https://merklicht.de/wp-content/uploads/2019/12/cropped-favicon-werbeagentur-32x32.png merklich(t) Design und Konzeption https://merklicht.de 32 32 Kein Logodesign ohne gutes Briefing https://merklicht.de/2020/01/16/kein-logodesign-ohne-gutes-briefing/ Thu, 16 Jan 2020 15:14:12 +0000 https://merklicht.de/?p=1294

Bevor man für sein Unternehmen ein Logo gestalten oder gestalten lassen möchte, sollte man vorab einige Fragen klären, damit das spätere Ergebnis nicht nur gut aussieht, sondern zweckmäßig und nützlich ist. Denn ein Logo ist nicht nur einfach irgendein Icon mit Schrift, sondern verkörpert vielmehr die Essenz von allem, was hinter Ihrem Unternehmen, Ihrer Dienstleistung oder Ihrem Produkt steht, sowohl auf sachlicher, als auf emotionaler Ebene. Ein Logo ist für ein Unternehmen fast so wichtig, wie für einen Menschen das Gesicht. Ohne das Unternehmen / den Menschen genauer zu kennen, lassen sich Persönlichkeit und bestimmte Charakterzüge erkennen und man entscheidet unterbewusst, ob man das Unternehmen / den Menschen sympathisch findet und ihm sein Vetrauen schenkt – oder auch nicht.

Im Folgenden finden Sie einen kurzen Leitfaden, der es Ihnen oder einem Designer hilft, ein passendes Logo zu gestalten.

 

Fakten zum Unternehmen für gutes Logodesign

Beschreiben Sie in wenigen Worten Ihr Unternehmen und Ihr Produkt, bzw. Ihre Dienstleistung. Was genau produzieren Sie in Ihrem Unternehmen, bzw. wem bieten Sie welche Dienstleistung an? Wichtig für das Design eines Logos wäre auch zu wissen, wie lange es Ihr Unternehmen schon gibt: ist es ein Unternehmen mit langer Tradition und Erfahrung, oder ein junges, dynamisches Startup? Auch der Firmensitz könnte für den Gestalter während des Logodesigns relevant sein, falls es außergewöhnliche landschaftliche Merkmale oder Gebäude in der Umgebung gibt, mit der man das Unternehmen verbinden könnte.

Hier einige gegensätzliche Attribute zur Charakteriserungs Ihres Unternehmens, welche bei der Logogestaltung helfen können. Ist ihr Unternehmen:

  • innovativ oder konservativ?
  • jung oder erfahren?
  • emotional ode rational?
  • persönlich oder sachlich?
  • Generalist oder Spezialist?
  • hochpreisig oder preiswert?

Wichtig ist natürlich auch, in welcher Branche das Unternhemen angesiedelt ist, um im Vorfeld eine Analyse der Mitbewerber vornehmen zu können. Interessant für Sie selbst, aber auch für das Logodesign ist die Frage, welche Person Ihr Unternehmen wäre, wenn Sie ein Mensch wäre. Diese Beschreibung kann dem jeweiligen Designer einen sehr guten Anhaltspunkt für die Visualisierung des Logos geben.

 

wichtig für das Logodesign: Frage zum Produkt / der Dienstleistung

Hier ist es für die Gestaltung eines Logos wichtig zu wissen, welchen rationalen und emotionalen Nutzen das Produkt/die Dienstleistung für den Kunden besitzt. Am Beispiel von bekannten Marken wie Apple und dem iPhone würde dies bedeuten: der rationale Nutzen für den Kunden ist die Tatsache, dass es ein stabiles, schnelles und hochwertiges Smartphone auf dem neusten Stand der Technik besitzt.

Die emotionale Ebene bei diesem Beispiel ist weitaus komplexer als die rationale Betrachtungsweise. Der Kunde erwirbt beim Kauf eines iPhones nicht nur ein hochwertiges und funktionales Telefon – er kauft (ähnlich wie bei einem Auto) ein Statussymbol, über das er sich selbst definieren und anderen gegenüber zum Ausdruck bringen kann, ohne in direkter Kommunikation zu stehen. Man „upgraded“ sich praktisch selbst mit dem Kauf eines Apple-Produktes.

Weiterhin wichtig für das Logodesign ist natürlich auch das Wissen, ob das Produkt / die Dienstleistung im besten Fall ein Alleinstellungsmerkmal hat, welches es von allen Konkurrenzprodukten unterscheidet. In solch einem Fall empfiehlt es sich, diese Eigenschaft im Logo wiederzuspiegeln oder zumindest anzudeuten.

 

Das Logodesign muss sich an der Zielgruppe orientieren

Eine der wichtigsten Fragen beim Logodesign ist die nach der Zielgruppe. Richtet sich das Logo direkt an Endverbraucher und muss eine Geschichte praktisch „von Anfang an erzählt werden“, oder ist die Zielgruppe im B-to-B Bereich und hat bereits spezielle Vorkenntnisse, die im Logo auftauchen könnten? Auch die Frage, ob vorwiegend Neukunden oder Bestandskunden angesprochen werden sollen, ist für die spätere Logogestaltung entscheident.

Weiterhin wichtig sind natürlich essentielle Fakten wie das Geschlecht und das Alter der Zielgruppe. Mit diesem Wissen lässt sich ein Logo in eine sehr spezielle Richtung gestalten.

In manchen Fällen lassen sich auch spezielle Interessen der Zielgruppe definieren. Kann man z.B. dem Käufer eines Kugelschreibers nur schwer eine bestimmte Interesse oder ein Hobby zuordnen, so ist das Interessengebiet beim Käufer eines Rasenmähers schon eher klar: Garten.

 

Für welche Medien sollte das Logo optimiert werden?

Ein wichtiger technischer Aspekt bei der Erstellung eines Logos ist, dass ein Logo heute in sehr unterschiedlichen Medien einsetzbar sein muss. Es sollte auf jeden Fall vorab geklärt werden, welche Verwendung primär zum Einsatz kommt, und das Logodesign dahingehend zu optimieren. Mögliche Medien wären:

  • Vierfarbiger Druck auf Flyer, Broschüren usw.
  • Schwarz-Weiß (z.B. Fax oder Stempel)
  • Druck mit Sonderfarben (z.B. Gold oder Neonfarben)
  • XXL-Drucke (z.B. Messewand)
  • XXS-Drucke (z.B. Kugelschreiber und andere Giveaways)
  • Tendenziell eher quer- oder hochformatige Medien?

Wettbewerbsanalyse für gutes Logodesign

Auch wenn dieser Punkt in diesem Blogbeitrag an letzter Stelle gelistet ist, sollte er jedem Logo-Gestaltungsprozess voranstehen: die Wettbewerbsanalyse.

Wie sehen die Logos der Mitbewerber aus?
Welche Farben werden verwendet?
Welche Icons oder Bildwelten tauchen in den Logos auf
Welche Namen sind schon vergeben?

Die Wettbewerbsanalyse dient dazu, am Ende ein eigentändiges und einzigartiges Logo vorzuweisen, welches sich im besten Fall von allen Mitbewerbern positiv absetzt, oder sich (je nach Kundenwunsch) perfekt einreihen kann.

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Der Unterschied zwischen Marketing und Werbung https://merklicht.de/2020/01/16/der-unterschied-zwischen-marketing-und-werbung/ https://merklicht.de/2020/01/16/der-unterschied-zwischen-marketing-und-werbung/#respond Thu, 16 Jan 2020 14:46:19 +0000 https://merklicht.de/?p=1281

Wer heutzutage ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen möchte, muss sich zwangsläufig
mit den Begriffen PR, Werbung, Marketing und Online-Marketing auseinandersetzen. So unterschiedlich
die Begriffe auch sind, so haben sie alle einen gemeinsamen Nenner: Kommunikation mit dem Kunden.

Gerade in den vergangenen 10-20 Jahren haben die Kommunikationsmöglichkeiten rapide zugenommen.
Relative neue Medien wie Smartphones (seit 2006), Tablets (seit 2010), Smart-TVs und die
allgemein bekannten Streaming-Plattformen, sowie immer schneller Bandbreiten verlagern das
Marketing immer mehr hin zum Thema Online-Marketing, aber auch „traditionelles“ Dialogmarketing
und PR-Arbeit in den klassischen Printmedien sind auch heute noch wichtig. Nicht zu vergessen sind
auch alle großen Social-Media-Plattformen, auf denen Unternehmen heutztage unbedingt präsent sein sollten.

 

Öffentlichkeitsarbeit (PR)

Öffentlichkeitsarbeit bezeichnet, wie der Name schon sagt, den Umgang mit der Kommunikation in der
Öffentlichkeit. Hier geht es in der Regel nicht um gezielte Produktplatzierungen oder Generierung
neuer Kunden, sondern den Aufbau eines positiven Images des jeweiligen Unternehmens. Wichtig bei dieser
Art der Arbeit ist in diesem Fall nicht das Budget selbst, sondern die richtige Platzierung in den
entsprechenden Medien.

 

Werbung

Werbung ist die Schaltung von Anzeigen in unterschiedlichen Medien (online und offline).
Diese Anzeigen können in Form von Printanzeigen in Magazinen, Plakaten usw. stattfinden,
oder aber digital in Form von Werbeblöcken im Fernsehen oder auf Youtube oder anderen
Streamingplattformen, oder aber in Form von Bannern auf Webseiten. Auch Radio-Spots
zählen zu dieser Art der Kommunikation, auch wenn sie nur akustisch sind.

 

Direktmarketing

Im Direktmarekting werden Kunden persönlich angesprochen und zu einer Antwort aufgefordert.
Dies kann geschehen durch Briefmailings, Telefonmarketing oder Emails. Wichtig dabei ist ein
gut gepflegter Kundendatensatz. Der Vorteil des Direktmarketings liegt in der personalisierten
Ansprache des einzelnen Empfängers. Bei gut geführten Kundedaten ist eine Segementierung
nach Zielgruppe möglich und verringert so den Streuverlust erheblich.

 

Onlinemarketing

Wie der Name schon vermuten lässt, umfasst Onlinemarketing alle Maßnahmen, die irgendwie mit
dem Internet in Verbindung stehen. Das Ziel einer jeden Onlinemarketingmaßnahme ist, den User
auf ein bestimmtes Unternehmen oder ein Produkt aufmerksam zu machen. Diese Maßnahmen können sein:

  • Suchmaschinenoptimierung
  • bezahlte Bannerwerbung
  • Postings auf Socialmedia Plattformen

Der ganz große Vorteil aller Onlinemarketingmaßnahmen ist die Messbarkeit. In der Regel kann
man sehr detailliert nachvollziehen, wer wann auf was geklickt und „konvertiert“ hat. Wertet
man die Nutzerhandlungen regelmäßig und sinnvoll aus, lässt sich Onlinemarketing sehr effizient
betreiben und immer weiter verbessern.

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Was macht eigentlich ein Kommunikationsdesigner? https://merklicht.de/2018/05/24/was-macht-eigentlich-ein-kommunikationsdesigner/ Thu, 24 May 2018 10:13:28 +0000 https://merklicht.de/?p=911

Im Allgemeinen ist ein „Designer“ eine Person, die etwas für sich selbst oder andere Menschen gestaltet. Diese Gestaltung kann in Form von Objekten sein, Mode oder sonstige Accessoires oder in Form von Marketingmaßnahmen für ein Unternehmen. In dieser spezifischen, zuletzt genannten Kategorie besteht die Aufgabe darin, einer vorher definierten Zielgruppe ein Botschaft zu vermitteln, bzw. zu kommunizieren. Daher der Begriff „Kommunikationsdesigner“. Denn anders als bei einem „Künstler“ oder einem „Modedesigner“ sollte bei der Gestaltung  für Print, Web u.a. kein oder nur wenig Freiraum für Interpretationen sein. Klare Aussagen wie „Kauf dies“, „besuche diese Website“ oder „werde auf dieses Problem aufmerksam“ müssen dem Betrachter eindeutig und aussagekräftig  vermittelt werden.

 

Wer darf sich als Designer bezeichnen?

„Designer“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung, deswegen darf sich jeder als Designer bezeichnen, wer zu Hause ein Grafikprogramm besitzt und die nötigen Ambitionen hat, seine Gestaltungsdienstleistungen anzubieten. Prinzipiell muss das auch nichts schlechtes sein – als normaler Autofahrer kann ich auch schnell fahren, aber ob ich mich deswegen als „Rennfahrer“ bezeichnen darf, ist eine andere Frage. Deshalb sollte man auf der Suche nach einem seriösen Gestalter immer einen zweiten Blick auf dessen genaue Berufsbezeichnung werfen. Denn Titel wie „Dipl. Designer (FH)“ oder „Kommunikationsdesigner (Bachelor)“ implizieren ein abgeschlossenen Studium und dürfen nicht einfach frei verwendet werden.

 

Macht ein Grafikdesigner einfach nur alles „schön“?

Die vordergründige Aufgabe eines Grafikdesigners ist Informationen zu strukturieren und auf eine bestimme Art zu visualisieren, dass sie vom Betrachter/dem Konsument verarbeitet werden können. Genau diese Strukturierung ist es, die von den meisten Menschen beim Betrachten des Resultats als „schön“ „elegant“ oder „clean“ empfunden wird. Das heißt, die Ästhetik eines Layouts ist sozusagen das Nebenprodukt der Hauptaufgabe: die strukturierte Kommunikation von Botschaften.

 

Wie arbeitet ein Kommunikationsdesigner?

Am Anfang jeder Arbeit steht das Definieren der Zielgruppe und der Aussage, was genau an wen kommuniziert werden soll. Ohne diese beiden Vorgaben ist das spätere Gestalten nur „Fischen im Trüben“ und es kann keine zielgerichtete Gestaltung entstehen. Hat man seine Ziele definiert, können  Inhalte und Tonalität folgen, die natürlich je nach Gestaltungsobjekt verschieden sind:

Webdesign

  • OnePager oder komplexe Unternehmenswebsite?
  • verspielte Navigation oder konservativ klassisch?
  • steht das Image der Marke im Vordergrund, oder die Vermittlung von Information?

Logodesign

  • welches Alter hat die Zielgruppe?
  • Auf welchem Medium kommt das Logo vorwiegend zum Einsatz? Flyer? Auf dem Bildschirm? Auf Kartons?
  • Gibt es ein typisches Alleinstellungsmerkmal, welches im Logo zum Ausdruck kommen soll?

Flyer/Broschüren/Magazine

  • Was ist Sinn und Zweck des Flyers/der Broschüre/des Magazins? Was soll verkauft werden?
  • Welches Format ist am sinnvollsten?

 

Was unterscheidet einen Designer vom Künstler?

Aus unserem Bekannten- und Freundeskreis hören wir öfters den Satz: „Ihr seid doch künstlerisch begabt“. Jetzt kann man darüber streiten, ob ein Sinn für Ästhetik etwas mit Erziehung und vererbter Veranlagung zu tun hat, oder ob alles im Leben erlernbar ist, wenn nur das Interesse und der Wille vorhanden sind. Fakt ist jedoch, dass man bei der Gestaltung von Logo, Webseiten, Printmedien u.a. Produkten bestimmte handwerkliche Regeln beachten muss, und der „künstlerische“ Faktor keine, oder nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt.

Ein Künstler kreiert seine Werke in der Regel hauptsächlich, weil er seine innere Haltung zum Ausdruck bringen möchte, zu Interpretationen anregen möchte o.ä. Der Kommunikationsdesigner hingegen darf nicht seine eigene Meinung mit in das Design einfließen lassen, sondern sollte einer klar definierten Linie folgen, an deren Ende die erfolgreiche Kommunikation eines Produktes, einer Firma, eines Logos oder einer Webseite steht.

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Responsive Webdesign – Erklärung und Anleitung für Designer https://merklicht.de/2018/04/30/responsive-webdesign-erklaerung-und-anleitung-fuer-designer/ https://merklicht.de/2018/04/30/responsive-webdesign-erklaerung-und-anleitung-fuer-designer/#respond Mon, 30 Apr 2018 14:12:18 +0000 https://merklicht.de/?p=494
Wir leben in einer Zeit der Digitalisierung und des mobilen Internets. Pizza bestellen übers Tablet, Eintrittskarten und Tickets speichern wir auf dem Handy und über den Laptop bestellen wir die Dinge des Alltags mit Amazon oder Ebay. Das alles ist nur möglich dank Responsive Webdesign. Andernfalls würden wir uns alle täglich über viel zu kleine Bilder und Texte und über eine unsägliche Usability ärgern.

Man kann also sagen, dass Webdesigner (und Programmierer) einen großen Teil dazu beisteuern, dass unser digitaler Alltag in den letzten Jahren (genaugenommen seit der Einführung des ersten iPhones am 29. Juni 2007) immer komfortabler wurde. Über Vor- und Nachteile der ständigen Verfügbarkeit von alles und jedem kann man jetzt steiten, aber dass könnte Thema eines anderen Blogbeitrags sein.

Bevor wie jetzt in die Tiefe beim Verständnis von responsivem Webdesign gehen, möchte ich noch gerne auf unsere themenverwandten Blogbeiträge verweisen, die als eine Art Grundlage für diesen Leitfaden dienen:

> Warum eigentlich 72 dpi?
> Was bedeuten eigentlich Retina und Amoled?

 

Was ist Responsive Webdesign überhaupt?

Als „responsiv“ werden alle Webseiten bezeichnet, die technisch (und im besten Fall auch optisch) in der Lage sind, sich an die Eigenschaften des jeweiligen benutzten Endgeräts anzupassen. Zu diesen Geräten zählen in der Regel Desktop Computer und Laptops, Tablets, Smartphones und seit einigen Jahren auch sog. Smart-TV Geräte.

Grundsätzlich kann man responisve Webseiten in zwei Unterarten gliedern:

adaptive Webseiten
Die Website hat mehrere sog. „Breakpoints“, an denen sich der Aufbau der Website verändert. Diese Breakpoints richten sich nach der Breite des jeweiligen Anzeigemediums. D.h. die Website hat praktisch gesehen ca. 3-5 verschiedenen Designs mit jeweils verschiedenen Anordnungen der Elemente, die je nach betrachten auf dem Handy oder dem Desktop PC variieren. Vorteil dieser Variante ist, dass man stets die volle Kontrolle über das Aussehen der Seite hat.

liquide Webseiten
Im Gegensatz zu adaptiven Webseiten werden hier keine Breakpoints eingesetzt – die einzelnen Container der Webseite nutzen den verfügbaren Platz immer im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Anordnung der Layoutelemente bleibt bis zu einem gewissen Punkt unverändert. Vorteil dieser Variante ist, dass sie auf allen Endgeräten funktioniert und auch für zukünftige, im Moment noch unbekannte Geräte und Größen adaptierbar ist.

 

Technische Funktionsweise von mobilen Webseiten

Anfangs stellte ich mir die Frage, wie es möglich sein soll, ein Webdesign zu erstellen, dass auf allen Endgeräten funktioniert. Dabei schossen mir folgende Fragen durch den Kopf:

> Warum werden responsive Webseiten auf dem Handy korrekt in der mobilen Version angezeigt, obwohl ein gängiges Handy doch heute eine gleichwertige Auflösung hat, wie ein Laptopmonitor oder der Bildschirm eines Desktop-PCs?

> Wie kann man Grafiken erstellen, die auf jedem Gerät gut aussehen, obwohl es eine scheinbar unendliche Vielfalt an Display- und Bildschirmauflösungen gibt? Angefangen vom Low-Budget Smartphone bis hin zum 4k Retina Desktop Monitor?

> Wie vermittle ich dem Programmierer, wie meine Website auf jedem Medium aussehen soll? Mache ich fünf (oder mehr) verschiedene Designs?

Responsive Webdesign ist zum Glück viel einfacher, als es auf den ersten Blick scheint.

Das wichtigste zuerst. Vergesst die vielen verschiedenen Auflösungen. Die unterschiedlichen Geräte und ihre hochauflösenden oder nicht-hochauflösenden Displays zeigen Webseiten immer so an, dass Sie für den Benutzer gut erkennbar und lesbar sind. Das liegt daran, dass es sog. „CSS Pixel“ und „Device Pixel“ gibt. 

„Device Pixel“ sind die tatsächliche Anzahl von Bildpunkten, die ein Gerät hat. Das iPad 3 hat zum Beispiel 2048 x 1536 Bildpunkte in Breite und Höhe. Etwas vereinfacht und bildlich gesprochen passiert nun folgendes: der Browser erkennt, dass es sich um ein kleines Display eines iPads handelt und sagt der Website, dass sie so tun soll, als würde sie auf einem nicht-hochauflösenden Display dargestellt werden und gibt statt „2048“ nur „1024“ als Information weiter. „1024“ ist hier der CSS Pixel.  „CSS Pixel“ sind also nicht die tatsächlichen Bildpunkte, sondern sagen vielmehr etwas darüber aus, wie groß Informationen im Internet tatsächlich dargestellt werden. Hier ein kleines Beispiel:

Wie man in dem Beispiel sehen kann, werden die Inhalte auf allen Monitoren und Displays in etwas gleich angezeigt. Auf dem Tablet etwas kleiner, weil man dieses Gerät in Regel auch näher am Auge hat, als einen normalen Computer Bildschirm.

Nun gibt es sozusagen verschiedene „Breakpoints“ für die unterschiedlichen Geräte, die vom Programmierer frei gewählt werden können. Diese Breakpoints definieren (am Beispiel einer adaptiven Website), wann welcher Webseitenaufbau eingesetzt werden soll. Dabei gibt es keine festen Größen oder eine bestimmte Anzahl. Die Festlegung der Breakpoints richtet sich nach Erfahrungswerten der am meist genutzten Geräte auf dem Markt und daran, wie viel Arbeit man in das Projekt stecken möchte. Die CSS Pixel sind völlig unabhängig von den tatsächlichen Device Pixel, sondern richten sich nach der physikalischen Displaygröße des jeweiligen Geräts.

Einziges Problem hier ist, dass Pixelgrafiken auf Retina oder Amoled Displays unter Umständen leicht unscharf abgebildet werden, wenn im Hintergrund kein hochauflösendes Alternativbild hinterlegt ist. Details hierzu in unserem Blogbeitrag „Was bedeuten eigentlich Retina und Amoled?“.

Wie gestalte ich Responsive Websites?

Egal ob in Photoshop oder Indesign oder anderen Grafikprogrammen – wie so oft im Leben gibt es hier keinen Königsweg der zu 100% korrekt ist.  Wir können hier lediglich den Weg beschreiben, den wir für uns als den praktischsten herausgefiltert haben:

(1) Starte mit dem Layout für „1024“ oder „1280“ CSS Pixel

Mit anderen Worten: Arbeite dich von groß nach klein. In Regel sind auf der Desktop Variante einer Website alle Informationen vorhanden, wo hingegen die mobile Handy Variante der Website sich auf das nötigste beschränkt. Wir persönlich finden es leichter, erst das „große Ganze“ zu gestalten und danach Informationen zu entfernen, als anders herum. Aber hier sollte jeder seinen eigenen Weg gehen.

(2) Achte auf die Verschiebung der Container

Gerade bei liquiden Webseiten hat man als Gestalter ab einem gewissen Punkt keinen richtigen Einfluss mehr auf die Gestaltung, sondern muss sich auf die Fachkenntniss des Programmierers verlassen. Trotzdem sollte man immer im Auge behalten, welche Container sich bei kleiner werdendem Display wohin verschieben. Die Grundregel hier: die rechte Seite schiebt sich unter die linke Seite:

(3) Erstelle Layouts in verschiedenen Breiten

In der Regel reicht es aus, wenn man dem Programmierer die Layouts für die „1280 CSS Pixel“ Variante und die „320 CSS Pixel“ Variante für Smartphones gestaltet. Die Zwischenschritte ergeben sich meist sowiso von selbst durch die Programmierung. Wichtig hierbei ist, dass man bei den verschiedenen Breakpoint Layouts nicht die Schriftgröße verändert. Dieser Faktor wird später selbst durch die jeweiligen Geräte selbst definiert und gesteuert.

(4) Versuche die Datenmenge zu reduzieren

Auch wenn die Bandbreiten sich ständig erhöhen – es wird noch eine lange Zeit dauern, bis man auch in ländlichen Gegenden unterwegs mit dem Handy einen optimalen Empfang hat. Diese Tatsache sollte man als Gestalter immer in Hinterkopf behalten und sowohl die Größe, als auch die Anzahl der Grafiken, auf das notwendige reduzieren (vor allem in der mobil Variante der Website). Muss es denn immer eine Pixelgrafik sein, oder kann man an der ein oder anderen Stelle auch eine Vektorgrafik einsetzen? Vorteil: Vektoren sehen auf allen Bildschirmgrößen scharf aus und verbrauchen weniger Datenvolumen. Auch Effekte wie „Schatten“ oder „runde Ecken“ lassen sich heute durch CSS Regeln steuern und müssen nicht mehr Teil des Bildes selbst sein.

Wenn man all diese Regeln beachtet, sollte das Erstellen von Responsive Websites kein Problem mehr darstellen.

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Was bedeuten eigentlich Retina und Amoled? https://merklicht.de/2018/04/27/was-bedeuten-eigentlich-retina-und-amoled/ https://merklicht.de/2018/04/27/was-bedeuten-eigentlich-retina-und-amoled/#respond Fri, 27 Apr 2018 20:06:40 +0000 https://merklicht.de/?p=426 Die Herkunft der beiden Begriffe lässt sich in wenigen Worten erklären: „Retina“ ist eine von Apple erfundene Bezeichnung, welche nur die hochauflösenden Displays (und deren Technologie) von eben diesem Unternehmen bezeichnet.

„Amoled“ beschreibt im Prinzip das gleiche, ist aber ein allgemeingültiger Begriff, und nicht gebunden an eine bestimmte Marke. Die beiden Begriffe verhalten sich zueinander ähnlich wie die Wörter „Tempo“ und „Taschentuch“. Amoled heißt ausgeschrieben „active-matrix organic light-emitting diode„. Diese Technologie findet man heutzutage in Smartwatches, mobilen Endgeräten, TV-Geräten und Monitoren.

Ab wann spricht man bei einer Auflösung von Retina oder Amoled?

Natürlich ist eine Bildschirmauflösung dann „Retina“ oder „Amoled“, wenn die ensprechende Technologie auf dem Gerät verwendet wird. Im Allgemeinen jedoch verwendet man diese beiden Begriffe, wenn die Auflösung eines Displays so hoch ist, dass das menschliche Auge ohne Hilfsmittel auch bei näherem Betrachten keine einzelnen Pixel mehr erkennen kann.

Die Einführung von Retina und Amoled Displays sorgte 2012 mit der Einführung des Ipad 3 dafür, dass Designer und Programmierer nun einen Arbeitsschritt mehr hatten, wenn sie Grafiken für Webseiten erstellten. Genaugenommen müsste man nämlich alle Bilder in doppelter Ausführung abspeichern: einmal „normal“ in der gewohnten 1:1 Auflösung für Nicht-Retina-Displays, und einmal in doppelter Auflösung für hochauflösende Displays. Denn hochauflösende Displays besitzen eine so hohe Pixeldichte, dass Bilder (und auch Texte) eigentlich viel zu klein dargestellt werden, und deswegen vom Computer interpoliert und auf das doppelte vergrößert werden müssen, so dass der Inhalt wieder eine Größe erreicht, die der Benutzer vom Display/dem Monitor gewohnt ist und mit seinem Auge verarbeiten kann. Details zum Thema Pixeldichte findet ihr auch in unserem anderen Blogbeitrag „Warum 72 dpi“.

Wie genau werden Bilder auf Retina oder Amoled Displays abgebildet?

Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns nicht nur auf theoretische Zahlen und Rechenbeispiele verlassen, sondern haben ganz analog mit einem Lineal ein und das gleiche Bild an verschiedenen Monitoren ausgemessen. In der folgenden Grafik beschreibt die X-Achse die Pixeldichte des jeweiligen Monitors, die Y-Achse gibt die gemessene Breite des Bildes an:

Wir selbst waren über das Ergebnis überrascht, dass das gleiche 700 Pixel breite Bild im hier gemessenen Extremfall (iPad 2 Quer vs. Mac Cinema Display) ungefähr 5 cm Größenunterschied aufwies.

Um nun unsere analogen Messergebnisse mit Mathematik zu unterstützen, haben wir aus der Angabe „72 dpi“ eine kleine Funktion abgeleitet:

72 dpi
= 72 dots per inch
= 72 dots / inch
= 72 dots / 2,54 cm

Will man nun die Größe von einem Pixel errechnen:

2,54 cm / 72 dots = 0,0353 cm

Und wenn man die Breite eines Bildes mit 700 Pixel errechnen möchte:

2,54 / 72 * 700 = 24,69 cm

In Worten: Auf einem 72 ppi Monitor (80er Jahre), würde ein 700 Pixel breites Bild 24,69 cm auf dem Bildschirm einnehmen.

Wenn man nun eine beliebige Pixelbreite auf einer bestimmten Pixeldichte berechnen möchte:

2,54 / Pixeldichte * Bildbreite_des_Bildes = x

Oder in einer Funktion ausgedrückt:

f(x) = 2,54 / x * b      (x = Pixeldichte des Monitors und b = Pixelbreite des Bildes)

Daraus wiederum lässt sich eine aussagekräftige Funktionskurve ableiten, die sich ziemlich genau mit unseren analogen Linealmessungen deckt:

Wie man in der Kurve sehr gut sehen kann, reduziert sich die Breite des angezeigten Bildes dramatisch mit steigender ppi-Dichte. Hat das 700 Pixel Bild bei einem gängigen 96 ppi Monitor noch ca. eine Breite von 18 cm, so wird das gleiche Bild bei einer Pixeldichte von 190 ppi (z.B. das Asus Zenbook Prime) nur noch mit ca. 9 cm angezeigt – also gut die Hälfte! Gleiches passiert natürlich auch mit der Schrift.

(Eine kleine Anmerkung abseits dieses Blogthemas: an der oben gezeigten Kurve ist auch sehr gut sichtbar, dass zukünftige Displays nur sehr unwahrscheinlich die 500 oder 600 ppi Marke knacken werden, da der Nutzer schlicht und einfach keinen qualitativen Unterschied mehr sehen würde – an der Kurve sehr gut erkennbar an den sich kaum veränderten Y-Werten bei 500 und 600 ppi.)

Aber wie genau stellen Retina und Amoled Displays die Bilder dar?

Würde man nun beispielsweise die Auflösung/Pixeldichte eines iPad 3 mit Retina Auflösung nehmen (264 ppi), so würde die Bildbreite von 700 Pixel nur noch bei rund 6 cm liegen:

Diese Darstellung wäre eindeutig zu klein und würde sehr stark von dem abweichen, was der Benutzer von anderen Bildschirmen gewohnt ist. Ganz abgesehen davon, dass Schrift wahrscheinlich auf einem 264 ppi Display so klein abgebildet werden würde, dass man sie nicht mehr lesen könnte, und wichtige Bildinhalte ebenfalls einfach zu klein dargestellt werden würden.

Um dieses Problem zu lösen, interpolieren Retina und Amoled Displays die Inhalte einfach mit dem Faktor 2, um Schriften und Bilder wieder in ein Maß zu bringen, dass vom Benutzer gewohnt und auch gelesen/erkannt werden kann:

Das heißt, dass die Bilder auf diesen hochauflösenden Displays eigentlich unscharf abgebildet werden, da sie mit dem Faktor 2 multipliziert und vergrößert werden – allerdings fällt dies fast nicht auf, da die hochauflösenden Displays eine so große Pixeldichte haben, dass man keine einzelnen Pixel mehr erkennen kann. Ein vergrößerter Screenshot jedoch verdeutlicht die Problematik:

 

Und genau hier liegt die Herausforderung für Designer und Programmierer: Bei Bildern fällt die Skalierung nicht unbedingt auf, jedoch bei Pixelgrafiken mit Schrift oder Linien wird die Unschärfe sehr wohl sichtbar. Um dieses Problem der unscharfen Darstellung zu lösen, müsste der Designer theoretisch jedes Bild in doppelter Auflösung speichern (einmal „normal“ und einmal „x2“) und der Programmierer müsste eine Abfrage einbauen, ob die Website nun auf einem hochauflösenden Display dargestellt wird, oder nicht, und dementsprechend das passende Bild laden.

Daraus ergeben sich aber wieder neue Probleme: Was passiert, wenn die Website erkennt, dass sie gerade auf einem hochauflösendem Display angezeigt wird und das entsprechende hochauflösende Bild lädt, der Benutzer sich aber gerade in einem Funkloch befindet oder das Datenvolumen aufgebraucht ist? Der Aufbau/das Laden der Website würde sich aufgrund der Datenmenge der hochauflösenden Bilder deutlich verlangsamen und den Benutzer in den Wahnsinn treiben.

Was ist die Lösung für die Darstellung auf hochauflösenden Displays?

Wie so oft im Leben ist auch hier ein Mittelweg die Lösung: in der Praxis werden maximal wichtige Bilder oder das Logo in doppelter Auflösung bereitgestellt. Es wird viel mit Vektoren gearbeitet, denn diese werden bei jeder Auflösung scharf angezeigt, und prinzipiell tendieren moderne Websites zu Minimalismus, um dem Problem der mobilen Usability und der oftmals immer noch mangelhaften Internetverbindung entgegenzukommen. So kann man als Designer und Programmierer auch weiterhin mit Retina und Amoled leben, ohne bei jedem Projekt an den Rand des Wahnsinns getrieben zu werden.

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https://merklicht.de/2018/04/27/was-bedeuten-eigentlich-retina-und-amoled/feed/ 0
Warum eigentlich nur 72 dpi? https://merklicht.de/2018/04/27/warum-nur-72-dpi/ https://merklicht.de/2018/04/27/warum-nur-72-dpi/#respond Fri, 27 Apr 2018 13:24:27 +0000 https://merklicht.de/?p=387 Jeder Designer kennt diesen Satz: „Ich brauch die Bilder in 72 dpi für Web“.

Egal, ob man seine Weblayouts vorzugsweise in Photoshop, Indesign oder einem anderen Programm seiner Wahl gestaltet, so speichert man seine Bilder am Ende immer mit den gewünschten Pixelmaßen und einer Auflösung von 72 dpi „für Web optimiert“ und lädt sie auf die Website oder schickt sie dem Programmierer.

Warum aber eigentlich nur 72 dpi?
Woher kommt diese Zahl? 

Zunächst einmal sei gesagt, dass die Angabe „dpi“ zur Beschreibung einer Bildauflösung/bzw. einer Display/Bildschirmauflösung falsch ist. „dpi“ heißt „Dots per Inch“ und beschreibt ursprünglich die Fähigkeit von Druckern, mit welcher Dichte sie Bilder auf Papier bringen können. Im Normalfall sollten Bilder für den Druck eine Auflösung von mindestens 300 „dots per inch“ besitzen (kommt natürlich aufs Medium an, Messebanner brauchen eine deutlich geringere Mindestauflösung), damit Sie vom Drucker scharf wiedergegeben werden können.

Spricht man aber von der Auflösung eines Bildes am Bildschirm, so ist der Ausruck „Pixel per inch“, also „ppi“ korrekt.

Zurück zur Frage, woher die Zahl „72“ ihren Ursprung hat. Hierzu müssen wir einen Sprung zurück in die Vergangenheit machen: ins Jahr 1984. In diesem Jahr erschien der original Macintosh Computer, welcher ein 9 Inch Display mit 512 x 324 Bildpunkten hatte. Diese Auflösung entsprach „72 Pixel pro Inch“. Genaugenommen müsste man sagen „Inch hoch 2“, da sich die Angaben „ppi“ und „dpi“ eher auf eine Fläche beziehen, ähnlich wie Quadratmeter.

Nun stellt sich die Frage, warum die Erfinder des Macintosh sich für exakt dieses Pixelverhältnis entschieden haben. Der Grund dafür ist einfach – in den 80er Jahren, der Anfangszeit der Personal Computer, druckten die Heimcomputer (damals Nadeldrucker) in einer Auflösung von 72 dpi. Damit der Benutzer am Bildschirm exakt einschätzen konnte, wie sein gedrucktes Papier später aussieht, entschied man sich dafür, die Bildschirmauflösung den damaligen Druckern anzupassen.

 

Warum 72 dpi - woher kommt diese Zahl

 

In den 90er Jahren wurden 72 ppi Monitore dann schrittweise ersetzt durch 96 ppi Monitore, da in dieser Auflösung Texte deutlich besser dargestellt werden können und die Lesbarkeit erleichtert wird.
Heutige Monitore (2018) haben je nach Hersteller und Modell verschiedene Auflösungen, von 96 ppi bis hin zu 400 ppi:

MacBook Pro 15“ 2.880 x 1.800: 220.5 ppi (Retina)
Asus Zenbook Prime 1.920 x 1.080: 190 ppi
Lenovo T61p 1.920 x 1.080: 147 ppi
MacBook Pro (2011) 1.920 x 1.200: 133 ppi
MacBook Pro (2014) 2.560 x 1.600: 227 ppi (Retina)
iMac (2014) 5.120 x 2.880: 217 ppi (Retina)
Mac Cinema Montior (2005) 1.680 x 1.50: 96 ppi
iPhone 6 Plus 1.920 x 1080: 401 ppi (Retina)

Wenn man nun bedenkt, dass bei einer 96 ppi Auflösung mehr Pixel pro Inch dargestellt werden können, als bei 72 ppi, dann ist es nur logisch, dass Schriften und Bilder auch entsprechend kleiner dargestellt werden.

Webdesign - Pixeldichte, woher kommt die Zahl 72 dpi?

72 dpi = größere Darstellung des Inhalts

Das wiederum bedeutet, dass – anders als im Druck – Schriftgrößen im Web oder auf mobilen Geräten keine verbindlichen Größenangaben sind. Auf dem einem Gerät hat eine bestimmte Schrift eine Höhe von 5 mm, auf einem anderen Gerät mit höherer Auflösung nur 4 mm, da die Pixeldichte höher ist. Dieser Umstand macht es für Designer schwer, sich das spätere Endergebnis des Layouts exakt vorzustellen, da Bilder und Texte auf fast jedem Gerät verschieden groß dargestellt werden. Mit der Einführung von Retina Displays 2012 (?) kam ein zusätzlich erschwerender Faktor hinzu: die Auflösung/die Pixeldichte ist hier so hoch, dass Inhalte eigentlich viel zu klein angezeigt werden würden, und deswegen interpoliert werden müssen, um ein normales Schriftbild zu generieren. Mehr zu diesem Thema gibt es in unserem Blogbeitrag „Was bedeuten eigentlich Retina und Amoled?“.

„Speicher mir mal das Bild in 72 dpi“
Was aber genau bedeuted das eigentlich für die Datei selbst? Selbstverständlich ist eine Datei mit 500×500 Pixel und einer Auflösung von 300 dpi größer, als die gleiche Datei mit 72 dpi. Oder?

Hier in kurzer Vergleich beim Anlegen einer Photoshop-Datei:

Webdesign mit Photoshop - warum Webbilder in 72 dpi speichern?

 

Wie man sehen kann, hat die Pixeldichte keine Relevanz für die Größe der Datei. Allein die absolute Pixelzahl ist ausschlaggebend für die Größe des Bildes und der Datei. Denn im Web oder auf mobilen Endgeräten bestimmt die Pixeldichte des Displays selbst die angezeigte Größe der Bilder, egal, welche Auflösung in der Datei hinterlegt wurde.

Warum nutzen Grafikprogramme immer noch 72 dpi für Webgrafiken?

Ganz einfach: 72 dpi ist ein alter Standard, der sich aus der Zeit der ersten Personalcomputer bis heute gehalten hat, sozusagen eine Konvention. Eigentlich bedeutet 72 dpi nur: „egal, es ist für digitale Inhalte“. Es könnte theoretisch beim Erstellen einer neuen Datei ein Auswahlfeld erscheinen, bei dem man zwischen „Bild für Print“ oder „Bild für Web“ unterscheiden müsste. Ist „Bild für Web“ aktiviert oder ausgewählt, so könnte das Feld „Auflösung“ erst gar nicht erscheinen, und Photoshop speichert im Hintergrund irgendeinen Wert.

Programme, die für das Betrachten am Bildschirm optimiert sind (zb: Alle Browser) ignorieren die dpi-Angaben von Photoshop und Indesign (und anderen Programmen) und bilden ein Bildpixel immer auf ein Bildschirmpixel ab. Da aber Dateien irgendeinen Wert im Feld „Auflösung“ benötigen (für Print wird diese Angabe ja auch benötigt), wird sozusagen als Standard 72 dpi eingetragen.

Man könnte also sagen, dass die Angabe „72 dpi“ ein Relikt aus alten Zeit ist – jedenfalls wenn es um das Bearbeiten von Bildern für digitale Medien geht.

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